Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) planen die Beschaffung von bis zu 200 neuen Bussen. Noch im Januar wird der Kauf von 100 Elektrobussen ausgeschrieben, mit einer Option auf weitere 100 Trolleybusse. Insgesamt geht es um ein Investitionsvolumen von bis zu 300 Millionen Franken.
Frust über Schweizer Busse
Eigentlich könnten die VBZ die Fahrzeuge direkt beim Schweizer Hersteller Hess und beim deutschen Produzenten MAN bestellen – entsprechende Optionen bestehen. Doch die VBZ sind genervt: Immer wieder kam es zu technischen Problemen und Lieferverzögerungen. Die Zuverlässigkeit der bestehenden Flotte bereite «erhebliche und anhaltende Schwierigkeiten», so die VBZ.
Hess wohl chancenlos
Hess verweist auf Lieferkettenprobleme wegen des Ukraine-Kriegs und spricht von schrittweisen Verbesserungen. Dennoch: Die Chancen auf den Zuschlag gelten als gering. Da Hess der einzige Schweizer Busbauer ist, dürfte der Millionenauftrag ins Ausland gehen – ähnlich wie zuletzt bei der SBB, die einen Grossauftrag an Siemens vergab.