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Stadt Zürich
11.01.2026
11.01.2026 12:20 Uhr

VBZ-Millionenauftrag wohl ins Ausland

Erhält ein deutsches Unternehmen den Zuschlag für die neuen Zürcher Busse?
Erhält ein deutsches Unternehmen den Zuschlag für die neuen Zürcher Busse? Bild: zvg./ Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich VBZ
Störungen, Verzögerungen: Die Verkehrsbetriebe Zürich schreiben einen Bus-Grossauftrag über bis zu 300 Millionen Franken neu aus – obwohl sie bei einer Schweizer Firma direkt bestellen könnten.

Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) planen die Beschaffung von bis zu 200 neuen Bussen. Noch im Januar wird der Kauf von 100 Elektrobussen ausgeschrieben, mit einer Option auf weitere 100 Trolleybusse. Insgesamt geht es um ein Investitionsvolumen von bis zu 300 Millionen Franken.

Frust über Schweizer Busse

Eigentlich könnten die VBZ die Fahrzeuge direkt beim Schweizer Hersteller Hess und beim deutschen Produzenten MAN bestellen – entsprechende Optionen bestehen. Doch die VBZ sind genervt: Immer wieder kam es zu technischen Problemen und Lieferverzögerungen. Die Zuverlässigkeit der bestehenden Flotte bereite «erhebliche und anhaltende Schwierigkeiten», so die VBZ.

Hess wohl chancenlos

Hess verweist auf Lieferkettenprobleme wegen des Ukraine-Kriegs und spricht von schrittweisen Verbesserungen. Dennoch: Die Chancen auf den Zuschlag gelten als gering. Da Hess der einzige Schweizer Busbauer ist, dürfte der Millionenauftrag ins Ausland gehen – ähnlich wie zuletzt bei der SBB, die einen Grossauftrag an Siemens vergab.

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