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Kanton Zürich
11.01.2026
11.01.2026 22:04 Uhr

Regelmässige Brandschutzkontrollen in Zürich

Ausgelassenes Feiern gehört im Zürcher Nachtleben dazu. Laut Lokalbetreibern kontrollieren die Behörden regelmässig. (Symbolbild)
Ausgelassenes Feiern gehört im Zürcher Nachtleben dazu. Laut Lokalbetreibern kontrollieren die Behörden regelmässig. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER
Nach der Katastrophe von Crans-Montana sind Party- und Konzertlokale in den Fokus geraten. Eine Befragung bei Zürcher Lokalen ergab, dass viele erst vor wenigen Monaten kontrolliert wurden.

Die Folgen der Brandkatastrophe von Crans-Montana geben in der Zürcher Musikszene zu diskutieren. Eine Band, die am Freitag auftrat, erwog eine Absage des Konzerts. Zusammen mit dem Veranstalter entschied sie sich aber für den Auftritt, wie die Musiker einem Reporter von Keystone-SDA erzählten.

Beleuchtete Notausgänge

Das Konzert fand in einem Lokal in Zürich statt. Besucher mussten einige Stufen nach unten gehen, um hinein zu gelangen. Die Stimmung war ausgelassen, die Notausgänge leuchtend ausgeschildert, die Türen offen, nichts versperrte die Wege.

Letzte Kontrollen im Herbst

Wie steht es um den Brandschutz im Zürcher Nachtleben? Nachfragen von Keystone-SDA bei mehreren Konzert- und Partylokalen in Zürich und Winterthur ergaben: Kontrollen zum Brandschutz finden regelmässig statt. «Die letzte periodische Kontrolle hatten wir im November 2025», teilte ein Sprecher des Gaswerks in Winterthur mit. Ende Oktober war dies im Salzhaus in Winterthur der Fall, im Exil in Zürich im August. In der Regel kontrolliere die Feuerpolizei jährlich regulär, teilte ein Sprecher des Exils mit.

Unangekündigte Kontrollen

Eine Sprecherin der Sozialen Dienste der Stadt Zürich, bei denen das Jugendkulturhaus Dynamo angesiedelt ist, sprach von «regelmässigen Kontrollen». Auch unangekündigte Kontrollen würden immer wieder durchgeführt, hiess es. Fokus der unangekündigten Kontrollen sind die Fluchtwege und die Einhaltung der maximalen Personenzahl, wie die Befragten sagten.

Schon kurz nach der Katastrophe im Le Constellation äusserte sich Beizer Michel Péclard, der im Grossraum Zürich mehrere Betriebe führt, öffentlich. In Zürich wäre so etwas nie passiert, sagte er dem «Blick». Die Feuerpolizei kontrolliere «extrem». Er habe zwar oft Streit gehabt, sei nach der Katastrophe aber beschämt, wenn er an seine Reaktionen gegenüber der Feuerpolizei denke.

Brandmeldeanlagen

Die Befragten legten grossen Wert darauf, dass interne Schulungen und Wartungen durchgeführt werden und die Sicherheit höchste Priorität habe. «Wir verfügen über eigene Sicherheitsbeauftragte für den Brandschutz», hiess es beim Gaswerk. Die Zusammenarbeit mit der Feuerpolizei und weiteren Behörden sei eng. Ein Vorfall wie in Crans-Montana zeige, wie wichtig Sicherheitsvorkehrungen und Überprüfungen seien, teilte die Sprecherin des Salzhauses mit.

Verbot von Pyrotechnik

Viel zu reden gab in den letzten Tagen der Einsatz von Wunderkerzen in der Walliser Bar. Im Dynamo gelte ein striktes Feuer- und Pyrotechnikverbot, versicherte die Sprecherin. Zudem sei eine sensible Brandmeldeanlage installiert. Im Gaswerk ist Pyrotechnik nur in bewilligten Ausnahmefällen möglich.

Besorgte Bürger

Direkte Auswirkungen hatte die Brandkatastrophe bisher nicht auf das Zürcher Nachtleben. In anderen Kantonen kam es schon in den Tagen danach zu Kontrollen, auch besorgte Bürger fragten bei Lokalen an, ob die Sicherheit gewährleistet sei, wie Keystone-SDA erfahren hat.

Von solchem können die Zürcher und Winterthurer Konzertlokale noch nicht berichten. Die Anfrage sei die erste zu diesem Thema. Weder Behörden noch Besucherinnen hätten sich bisher gemeldet, hiess es beim Salzhaus. Auch das Dynamo habe keine Rückmeldungen erhalten. Derzeit sehen die Verantwortlichen auch keinen Handlungsbedarf, wie die Sprecherin mitteilte.

Feiern am Trauertag

Am Konzert am Freitag feierten dutzende junge und ältere Musikfans ohne Zwischenfälle. In den Strassen Zürichs war der nationale Trauertag ein Freitagabend wie jeder andere auch. Bars waren geöffnet, die Restaurants voll, Jugendliche standen beim Hauptbahnhof in Gruppen zusammen, lachten und tranken.

Keystone-SDA
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